2 einfache Sprech-Tipps, die deine Kompetenz hörbar machen

 
 
Photo by Toa Heftiba on Unsplash  

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Gerade für Frauen sind Stimmsenkungen und Pausen beim Sprechen entscheidend. Damit wirst du garantiert nicht häufiger unterbrochen - sondern wirkst im Gegenteil kompetent und sicher.

Das Klebeband aus dem Foto oben kannst du dir dann sparen! 

In diesem Artikel gebe ich dir 2 einfache Sprech-Tipps, die deine Kompetenz wirklich hörbar machen. 
 

1. Geh mit deiner Stimme am Ende eines Satzes runter. 
2. Mach Pausen beim Sprechen. 

 

Warum sind diese 2 sprecherischen Mittel gerade für Frauen absolut entscheidend? 

 Deine Pausen und deine Sprechmelodie beeinflussen, wie gut du von deinen Zuhörern verstanden wirst und wie überzeugend du wirkst. Gleichzeitig haben diese sprecherischen Mittel auch einen inneren Effekt auf dich selbst.

Vielleicht fragst du dich: Warum darauf achten, wenn doch die Inhalte zählen?

Ja, Inhalte sind wichtig. Gerade bei informativen Reden. Wenn es darum geht, Informationen strukturiert an deine Zuhörer weiterzugeben. 

Aber wie du etwas sagst, ist entscheidend für die Sinnerfassung und für den Gesamt-Eindruck, der von deinem Reden bleibt.

Beim Lesen helfen uns Satzzeichen, um den Sinn des Geschriebenen zu erfassen. Komma, Fragezeichen, Punkt – sie alle versorgen uns mit wichtigen Informationen und verbinden die Inhalte miteinander. Beim Lesen sehen wir, wo ein Gedanke aufhört und wo ein neuer beginnt.

Zuhörer brauchen hingegen klare stimmliche Signale, um sich zu orientieren. Wenn du zu ihnen sprichst, gibst du sie ihnen durch deine Sprechmelodie und durch die Pausensetzung.
 

Bring deine Aussage 'auf den Punkt'

Deswegen ist es wichtig, dass du am Ende eines Satzes und eines Gedankens deine Stimme senkst. Am Theater wird das ‚auf den Punkt sprechen‘ genannt.

Mach einen wirklichen Punkt am Ende einer Aussage.
Geh mit der Stimme deutlich hörbar runter. 

Das Gegenteil einer Stimmsenkung ist ein Hochschluss. Wenn du eine Frage stellst, geht deine Stimme nach oben: in diesem Fall ist das normal. Mit dem nach-oben-Gehen der Stimme wird für den Gesprächspartner klar, dass du eine Frage stellst.

Aufgrund deiner Sprechmelodie bekommt jeder Zuhörer wichtige Zusatzinformationen. Über die Melodieführung nehmen wir wahr, ob es sich um eine Frage oder eine Aussage handelt.

Vielen Frauen passiert es jedoch beim Sprechen, dass sie auch am Ende eines Aussage-Satzes mit der Stimme nach oben gehen. Also auch, wenn sie sich sicher sind, dass sie das Richtige sagen. Wenn sie ein Statement machen wollen. Wenn es ihnen darum geht, Informationen zu vermitteln - und darum, Kompetenz auszustrahlen. 

Der Hörer hört dann keine starke Aussage. Sondern eine Frage. Eine Unschlüssigkeit, ein Zögern, Zaudern, Nachhaken-Wollen. 

Beobachte dich, wenn du mit anderen Menschen kommunizierst. 
Eine Aussage wie eine Frage klingen zu lassen ist ein besonders häufiger Fallstrick weiblichen Sprechens. 
Wenn dir das passiert, ändere es. Damit tust du dir einen großen Gefallen. 

Denn bei deinen Zuhörern stiftet es Verwirrung, wenn der Hör-Eindruck entsteht, dass du unsicher über die Relevanz deiner Aussage bist. Dass du 'noch mal nachfragst'.

Und schon schreiben sie dir weniger Kompetenz zu, als du hast. 

Das wäre doch total schade, oder? 
 

Hochschlüsse beim Sprechen sind oft jahrelang antrainiert

Dieses sprecherische Verhalten ist oft unbewusst und wurde jahrzehntelang eingeübt. Viele Frauen vermeiden dadurch, ihre Aussagen wirklich 'in den Raum zu stellen'.

Wenn eine Aussage im Frage-Modus daher kommt, wird sie sprachlich zurückgezogen. Die Zuhörer hören eben eine Frage - und keine Aussage. Dadurch werden sie unsicher, wie deine Aussage aufzunehmen ist. 

Bei vielen Frauen entsteht dieser Mechanismus aus Angst, als 'zu stark' rüberzukommen. Verständlich: viele von uns haben die Erfahrung gemacht oder bei anderen Frauen beobachtet, dass es mitunter 'abgestraft' wird, wenn sich eine Frau ihrer Sache und Kompetenz zu sicher ist. 
 

Mach dich mit deinem Sprechen groß

Doch dein Licht sprecherisch unter den Scheffel zu stellen, ist nicht der richtige Weg. 

Sicher: wenn du eine Aussage als Frage formulierst, bietet das auf der einen Seite eine geringere Angriffsfläche. Allerdings wird dein Statement dann auch nicht in seiner ganzen Kraft wahrgenommen. 

Achte also darauf, deine Stimme am Ende eines Satzes bewusst zu senken. Ein wirkliches Statement zu machen. Das schafft einen Raum, in dem deine Aussage wirken kann.  Und so wirst du eindeutig und klar von deinen Hörern verstanden. 

Halte es aus, auch wenn es sich erst mal seltsam anfühlt.  Deine Gesprächspartner schätzen klare und transparente Kommunikation. Und deutliche sprecherische Zeichen. 

Verständliches Sprechen und der Eindruck von Kompetenz hängen direkt mit der Häufigkeit der Stimmsenkungen zusammen.

Also: sprich auf den Punkt hin. Und lass ihn wirken. Das macht dich beim Sprechen groß. 
 

Pausen sind wichtig für Verständlichkeit und Gliederungen

Ebenso wichtig sind Pausen für das verständliche Sprechen: in ihnen wird der Sprechfluss kurz angehalten. Wichtige Aussagen können durch sie unterstrichen werden. Mit Pausen kannst du deinen Redebeitrag in unterschiedliche Abschnitte gliedern.

Pausen beim Sprechen geben dir Zeit, um Luft zu holen und einen neuen Sprechabschnitt zu beginnen. Deine Stimme klingt klarer und kraftvoller.

Die Zuhörer wiederum benötigen Pausen, um über deine Aussagen nachzudenken: so können sie dir besser folgen.

Hab Mut zur Pause! Auch wenn dir eine Pause endlos lang vorkommt, wird sie von deinen Zuhörern nicht so empfunden. Sie sind sogar dankbar dafür, selbst kurz durchatmen zu können und das Gehörte sacken zu lassen.
 

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Warum Frauen beim Sprechen Pausen vermeiden

Pausen zu machen, fällt Frauen beim Sprechen oft schwer. Schließlich sitzt bei vielen von uns die Erfahrung tief, während des Redens leicht unterbrochen zu werden. 

Als Gegenreaktion haben es sich viele Frauen angewöhnt, besonders schnell und ‚ohne Punkt und Komma‘ zu sprechen. Diese Tendenz wird oft durch Lampenfieber und Nervosität noch verstärkt.

Das schnelle Reden geht nur leider oft nach hinten los. Die Sprechende wirkt dadurch unsicher und das kann den Eindruck mangelnder Kompetenz auslösen.
 

Wie Stimmsenkungen und Pausen nach innen wirken

Klare Pausen zwischen den Sätzen und deutliche Stimmsenkungen vermitteln Sicherheit. Die wirkt nicht nur nach außen, sondern nach innen.  Beim Sprechen beeinflusst jeder einzelne Teil das Ganze. Es handelt sich um eine lebendige Wechselwirkung.

Sprecherische Signale von Ruhe und Sicherheit haben einen großen inneren Einfluss auf Gefühle und Gedanken – und letztlich auch auf das Selbstbild. So kommunizierst du sofort kraftvoller

Probier es aus: Du darfst dir beim Sprechen Zeit lassen, du darfst Pausen machen – und dir mit deinem Sprechen Raum nehmen.  

Dann wirst du von deinen Zuhörern als sicher, klar und kompetent wahrgenommen. 

Pause. Und Punkt. 

 

Willst du deine Verständlichkeit beim Sprechen deutlich erhöhen? Ich zeige dir, was für deine Wirkung im Beruf entscheidend ist, wie du dich mit Stimme und Körperausdruck leicht durchsetzt und deinen Ideen Gehör verschaffst.

Pausen und Stimmsenkungen sind erst der Anfang! Daneben gibt es noch viele weitere Elemente, die dich unterstützen, kraftvoll zu kommunizieren. 

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Damit wirklich ankommt, was du zu sagen hast.