BEWUSSTER KOMMUNIZIEREN

 
 
Beitragsbild: Marlène Meyer-Dunker

Beitragsbild: Marlène Meyer-Dunker


Nicht nur das WAS, auch das WIE ist für die zwischenmenschliche Kommunikation von Bedeutung. Also: es sind nicht allein die Worte entscheidend, wie eine Botschaft beim Empfänger ankommt.
 

Eine Wahrheit, die dem Bewusstsein entschlüpft

Eine altbekannte Wahrheit, die schon das Sprichwort ‚Der Ton macht die Musik’ kennt. Aber wie das so ist, mit den Wahrheiten: irgendwie schlüpfen auch die immer wieder aus dem Bewusstsein raus. Deswegen hier ein kurzer Abriss, warum das Wie so wichtig ist.

Ob wir wollen oder nicht: zwischenmenschliche Kommunikation wird vom Körper- und Sprechausdruck mitgeprägt.
 

Das hast du sehr gut gemacht. Nicht.

Schon erlebt? Eine Botschaft kommt aufgrund der Sprechhaltung ganz anders an, als von ihrem Wortinhalt her. Beispiel: Ihr Gegenüber sagt zu Ihnen „Das hast du sehr gut gemacht“ in einer Haltung, als wolle er Sie auffressen. Der Sprechausdruck passt nicht mit dem Inhalt zusammen.

Körper- und Sprechausdruck haben immer einen hohen Informationswert. Erfolgreiche Kommunikation lebt deswegen von zweierlei: aufmerksamer (Selbst-)Wahrnehmung und behutsamer Deutung des Gesprächspartners.

Nehmen wir an anderen Menschen etwas wahr (und das muss nicht immer ins vorderste Bewusstsein dringen), hat das natürlich eine Wirkung auf uns selbst. Genauso läuft es in die andere Richtung: Wir sagen oder tun etwas - und bekommen eine Reaktion zurück. Die kann zufriedenstellend ausfallend, oder auch ganz anders als erwartet.
 

3 Schritte zum besseren Verstehen

Mit 3 Schritten können wir uns selbst besser kennenlernen. Diese ebnen den Weg zu wirklichem Verstehen von uns selbst und anderen.

Der erste Schritt ist Bewusstmachung der inneren Abläufe. Hier spielen Fragen eine Rolle wie: Was möchte ich gerade? Wie fühle ich mich? In welcher Situation befinde ich mich gerade?

Der zweite Schritt führt über die achtsame Beobachtung: Was tue ich gerade? Wie stehe ich da? Wo sind meine Arme? Wie verhält sich mein Atem?

Daran schließt sich der dritte Schritt an, die behutsame Eigensteuerung. An diesem Punkt versuchen wir,  das eigene Wollen mit dem körperlichen und stimmlichen Ausdruck in Deckungsgleichheit zu bringen.
 

So bewusst wie möglich kommunizieren

Körperausdruck und Sprechausdruck sind immer vorhanden und senden Botschaften aus. Das sagt auch der Psychologe Paul Watzlawick mit seinem berühmten Ausspruch: "Man kann nicht nicht kommunizieren".

Aber wir können lernen, so bewusst wie möglich zu kommunizieren. Durch immer bessere Eigenwahrnehmung, genaues Feedback, fortgesetzte Übung: mit jedem Schritt sehen wir unsere Wirkung klarer und können wach und absichtsvoll und zugewandt das ausdrücken, worauf es uns wirklich ankommt.
 

 

Auch interessant? Beim REDE-CHECK beschäftigen wir uns intensiv mit der Frage, wie Sie wirken und an welchen Stellen Sie ansetzen können, um durch Bewusstmachung und Training das Beste aus Ihren Fähigkeiten zu machen.