Netz-Funde 04: Bullshit-Bingo, Solidarität und 'Mitgemeint'

 
 
 Foto: Pablo Heimplatz über Unsplash.   Bei der Suche nach einem passenden Beitragsbild für diesen Blogartikel bin ich über das Foto oben gestolpert. Der darauf abgebildete BH-Zaun befindet sich in Cardrona in Neuseeland. Er entstand etwa 1999 und seit 2015 werden damit Spenden gesammelt, die der Neuseeländischen Brustkrebs-Foundation zugute kommen. 

Foto: Pablo Heimplatz über Unsplash. 

Bei der Suche nach einem passenden Beitragsbild für diesen Blogartikel bin ich über das Foto oben gestolpert. Der darauf abgebildete BH-Zaun befindet sich in Cardrona in Neuseeland. Er entstand etwa 1999 und seit 2015 werden damit Spenden gesammelt, die der Neuseeländischen Brustkrebs-Foundation zugute kommen. 

 

Jetzt ist etwas Zeit vergangen seit meinen letzten Netz-Funden, in denen ich besondere Link-Tipps zusammentrage: tatsächlich seit Dezember 2017.

Seither habe ich tolle Blog-Artikel und besondere Links einfach nur in einen Ordner gestopft, aber bislang haben sie noch nicht zusammengefunden. Das ändere ich nun schleunigst: los geht’s mit einer höchst subjektiven Best-Of-Auswahl der letzten Monate.

Hier findest du auch die Netz-Funde 1, 2 und 3
 

Feministisches Bullshit-Bingo und stark durch Sprache

Birte Vogel hat auf ihrem von mir sehr geschätzten Blog THEA einen Beitrag geschrieben darüber, was man als Frau so zu hören bekommt. Vor allem, wenn frau sich öffentlich äußert oder feministisch positioniert. Beigefügt hat sie ein Bullshit-Bingo für (angehende) Feminist_innen: zum Ausdrucken und Mitspielen bei feministischen Debatten.

Auf FF& gibt es einen schönen Artikel darüber, wie du mit deiner täglichen Sprache dein Selbstbewusstsein stärkst. Geschrieben hat ihn Vanessa Beyer und sie gibt darin 5 sehr anwendbare Tipps für einen bewussten Einsatz deiner Sprache. Das Gute daran: Du kannst jederzeit damit beginnen und damit aktiv deine Gedanken und Gefühle beeinflussen.
 

Was Frauen im Beruf wichtig ist und Selbstführung

Tschüss Karriere: was Frauen wirklich wollen heißt ein spannender Artikel von Lydia Krüger auf BUSINESSLAYDS. Darin geht es darum, was hochqualifizierten Frauen zwischen 35 und 50 beruflich wirklich wichtig ist – und warum viele von ihnen genau in diesem Alter ihre erfolgreichen Unternehmens-Karrieren aufgeben, um sich beruflich neu zu orientieren.

Steffi Jungbauer vom Duo SOUL REBEL COACHING hat einen Blog-Artikel darüber geschrieben, warum Selbstführung so wichtig ist. Egal, ob du angestellt oder selbständig arbeitest – Selbstführung (oder aktive Lebens-Gestaltung) kannst du in jedem beruflichen Kontext brauchen. 3 Aspekte machen Selbstführung aus: Selbstreflexion, -erkenntnis und -verantwortung. Dadurch lernst du, dich besser zu verstehen und deine Erfolge bewusster zu gestalten.
 

Solidarität unter Frauen

Ich habe alle 4 Bände von Elena Ferrantes Neapolitanischer Saga über eine besondere Frauen-Freundschaft gelesen (sehr empfehlenswert!) und bin erklärter Fan. Mit jedem Band sind mir ihre starken Frauen-Figuren mehr ans Herz gewachsen und ich mag den feministischen Unterton, der immer mitschwingt.

Im GUARDIAN hat Elena Ferrante als Kolumnistin einen kurzen Artikel geschrieben, der mich sehr berührt hat und in dem sie beschreibt, warum Solidarität unter Frauen so wichtig ist: ‚Even today, after a century of feminism, we can’t fully be ourselves‘. Du kannst den Artikel auch hier auf Deutsch lesen. 
 

'Mitgemeint' sein macht noch lange nicht sichtbar

Antje Schrupp hat einen höchst lesenswerten Artikel über das sprachliche ‚Mitgemeintsein‘ von Frauen geschrieben – und warum es darum gar nicht geht. Sie reflektiert darüber, warum sich manche Menschen so vehement dagegen wehren, eine Sprache zu verwenden, die auch Frauen sicht- und hörbar macht:

‚Während Frauen aufgrund des generischen Maskulinums von klein auf üben (müssen), zu unterscheiden, ob sie gemeint sind oder nicht, werden Männer daran gewöhnt, dass sie immer gemeint sind, dass es prinzipiell immer um sie geht, es sei denn, es ist ausdrücklich von Frauen die Rede. Das sind dann diese „Frauenthemen“, die sie nichts angehen und nicht betreffen.‘
 

In der Süddeutschen Zeitung führen Henning Lobing und Damaris Nübling aus, warum gendergerechte Sprache so wichtig ist, wenn uns als Gesellschaft die Gleichstellung der Geschlechter wirklich am Herzen liegt. Denn: Tief in der Sprache lebt die alte Geschlechterordnung fort. Sprache lenkt die Wahrnehmung von Menschen und, wie Luise Pusch schon sagte: „Das generische Maskulinum macht Frauen besser unsichtbar als jede Burka.“ Liefert die Hintergründe für eine gerade sehr engagiert geführte gesellschaftliche Debatte – mit den passenden Argumenten.
 

Zu Gast bei 2 verschiedenen Podcasts

Letztens durfte ich Gast bei 2 tollen Podcasts sein. Wenn du also mal auch meine Stimme hören willst, hast du nun Gelegenheit dazu.

Mit Anja Schäfer habe ich in ihrem Podcast ‚KOMMUNIKATIONSTANGO‘ darüber gesprochen, wie du schlagfertig im Business agierst. Du erfährst, warum es sich lohnt, deine Schlagfertigkeit zu trainieren und ich stelle dir verschiedene Schlagfertigkeits-Techniken vor, die du leicht anwenden kannst. Und natürlich tauschen Anja und ich uns über die vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten von Schlagfertigkeit aus.

`Frauen, lasst uns reden…‘ ist das Motto des Interviews, das Susanne Buckler im Rahmen ihres ‚HAPPY GO BUSINESS‘-Podcasts mit mir geführt hat. Darin spreche ich über meine eigene Gründungs-Geschichte als Rhetorik-Trainerin und erzähle, warum der Spruch ‚Das Gras wächst nicht schneller, wenn du daran ziehst‘ so wichtig für mich ist. Und natürlich spreche ich auch darüber, warum ich mich entschieden habe, gezielt Rhetorik für Frauen anzubieten.
 

Ab jetzt schreibe ich meine Blog-Artikel vom Büro aus. 

Aus diesem Podcast-Interview ist außerdem etwas für mich sehr Schönes entstanden: in Susannes freundlicher Büro-Gemeinschaft in Berlin Neukölln war gerade ein Platz frei. Nach kurzem Überlegen habe ich mich dafür entschieden, ihn zu mieten: jetzt sind wir Büro-Kolleginnen und die kreative Stimmung hier beflügelt mich!

Ein gutes Gefühl, hier zu sein – dem Home-Office habe ich sehr gern ‚Lebewohl‘ gesagt. In Zukunft werde ich hier auch ab und zu Workshops oder abendliche Inputs zu Rhetorik-Themen anbieten. Dieser Blog-Artikel jedenfalls ist schon an meinem neuen Büro-Platz entstanden. 

 
 
Beatrix Schwarzbach Rhetorik Trainerin.png

Hallo, ich bin Beatrix Schwarzbach. Ich glaube daran, dass wir mit unseren Worten die Welt verändern können: wenn wir uns sprechend Gehör verschaffen. Dafür mache ich mich als Rhetorik Trainerin stark. Für eine wertschätzende, überzeugende und emanzipatorische Rhetorik.