Netz-Funde 01: Frauen, Sprache und besondere Blickwinkel

 
 
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Ich lese viel im Netz. Oft finde ich dabei wunderbare Geschichten, spannende Einblicke und neues Wissen. Dinge, die mich berühren und Worte, die ich weitertragen will. Weil ich sie wichtig finde. Und ich mag den Gedanken von Teilen und Vernetzung. 

Deswegen wird es hier jetzt ab und zu eine persönliche Auswahl von Netzfunden und Lieblingslinks geben. Ich hoffe, es ist etwas dabei, was dich inspiriert und dir Freude macht.  
 

Auf dem noch relativ neuen Blog Wepsert, der ‚weibliche* Blickwinkel auf gesellschaftliche und kulturelle Themen‘ sucht und formuliert, hat die von mir sehr geschätzte Ricarda Kiel einen Beitrag geschrieben: über sexuelle Belästigung und wie darüber gesprochen werden kann. Darin geht es auch um Erfahrungen, die sie am Theater gemacht hat – einem Ort, wo die Machtverteilung noch sehr zugunsten der Männer ausfällt. Unbedingt lesenswert.
 

Ute Blindert schreibt auf Business Ladys einen spannenden Artikel und fragt: Wie wär's denn mal mit Gendern?  Darin spielt sie mit dem Gedanken, wie sich die gesellschaftliche Wahrnehmung ändern würde, wenn wir ab sofort auf das generische Femininum umsteigen würden. Dazu gibt es ein paar konkrete Ansätze, um in sprachlichen Wendungen die Sichtbarkeit von Frauen zu erhöhen.
 

Den berührenden Text einer anonymen Autorin hat Mareice Kaiser auf Kaiserinnenreich veröffentlicht: ein Plädoyer für mehr Bewusstsein dafür, wie sehr Zuschreibungen das (körperliche) Selbstbild von Frauen prägen und dafür: „final mit der Selbstgeißelung aufzuhören und sie bei anderen nicht zu unterstützen.“ Da geh ich mit.
 

In der Serie 10 nach 8 von ZeitOnline gibt es einen schönen Artikel über weibliche Vorbilder. Cécile Calla fragt: „Wo finde ich eine weibliche Heldin, mit der ich mich identifizieren kann?“ Diese Frage stelle ich mir auch immer wieder – und nicht erst seit ich durch meinen Sohn und seine Freund*innen erlebe, wie viele Stereotype sich gerade auch in Kindergeschichten tummeln.
 

Alexandra Franzen gibt warme und praxisnahe Tipps für eher introvertierte Menschen, die öffentlich sprechen wollen. Meine liebsten: Sei du selbst. Vertraue darauf, dass du qualifiziert genug bist. Hab keine Angst vor Stille. Yes!
 

Gerade, wenns ums Überzeugen und Verkaufen geht, steht schnell der Begriff ‚Elevator Pitch‘ im Raum – und oft die begleitende Schockstarre. Auch bei der Frage auf Netzwerkveranstaltungen: „Und, was machst du so?“ Susanne Rohr gibt eine Anleitung zum Bessermachen: wie du dich mit deinem Angebot und Anliegen authentisch präsentieren kannst, ohne in Verkaufs-Bullshit-Floskeln zu sprechen.
 

Netzwerkveranstaltungen und Cocktail-Partys sind eine Herausforderung, wenn ein Kapitel unseres Lebens gerade zu Ende geht – und ein anderes noch nicht ganz angefangen hat. Tara Mohr hat einen Begriff dafür: Chrysalis Time. Das Stadium, bevor aus einer Puppe ein Schmetterling wird. Wunderbar einfühlsam beschreibt sie, dass diese Phase für uns alle immer wieder kommt – und was wir dann tun können.
 

Das Video von ABC TV mit Hannah und Eliza Reilly schlägt auf amüsante Weise vor, dass Frauen um Punkt 3:43 PM ihren Arbeitsplatz verlassen sollten – weil wir nur bis zu dieser Uhrzeit im Durchschnitt bezahlt werden. Legt den Finger in die Wunde und wurmt sich ins Ohr. 

 

Und was hast du neulich im Netz gefunden? Erzähl's mir und schick mir gerne deinen Link-Tipp!