Willkommen zur Newsletter-Anmeldung! 

Wenn du dich für meinen Newsletter anmeldest, landet etwa 1x monatlich ein elektronischer Brief in deiner Inbox. 

In meinem Newsletter erzähle ich dir besondere Geschichten, die mir rund um meine Arbeit begegnen. Dazu gibt es Tipps, wie du überzeugend vor Publikum sprichst, sowie das Meiste aus deiner Stimme und deinem Körperausdruck machst. 

Oft sind Links dabei, ein Hinweis auf einen Blog-Artikel, Ausschnitte aus bewegenden Reden oder persönliche Gedanken über Feminismus, Achtsamkeit und wirkliche Beziehungen.

Ab und zu kündige ich ein offenes Seminar an oder schicke dir ein besonderes Angebot.

Ich freue mich, wenn du dich direkt hier einträgst! 

 
 

Und hier: ein Beispiel für einen meiner Newsletter... 

 
 
Rhetorik für Frauen_.png

Neben der Rhetorik ist das Theater meine große Liebe. Gerade inszeniere ich ein besonders schönes Stück in Würzburg: ‚Heisenberg‘. Es geht darin nicht um den Physiker gleichen Namens – dafür viel ums Leben, Moment für Moment. 

Ich bin gerade sehr dankbar für diese Arbeit am Theater. In den letzten Jahren ist die Rhetorik für mich immer mehr in den Fokus gerückt, und das ist wunderbar. Doch durch das Regie-Führen wird mir aufs Schönste wieder bewusst, wie dicht diese beiden Bereiche miteinander verbunden sind! Wie wichtig bestimmte Prinzipien der Schauspiel-Bühne auch für die Rhetorik und damit für jedes Sprechen sind.

Am Theater denke ich mich gemeinsam mit meinem Team Situation für Situation in fremde Leben hinein. Sprache, innere Haltung und Körperausdruck spielen dabei eine riesige Rolle.

Ich beobachte die wunderbaren Darsteller*innen und gebe ihnen fortlaufend Feedback. Genaues Beobachten und präzises Beschreiben sind auch die Basis meiner Arbeit in der Rhetorik, wenn ich mit Klient*innen an Vorträgen feile oder Seminare gebe.

In der Regie wie der Rhetorik stoße ich immer wieder auf diese 3 Prinzipien, die für das Sprechen vor Publikum zentral sind. Egal, ob es sich dabei um 4 Leute bei einem beruflichen Status-Update handelt oder um einen vollen Theatersaal.
 

1. Warte, bis du bereit bist. 

Fang erst zu sprechen an, wenn dein Geist sich gesammelt hat. Beim öffentlichen Sprechen und auf der Bühne geht es darum, ‚da‘ zu sein: mit Körper und Geist. Nimm dir Zeit vor deiner Präsentation oder bevor du im Meeting das Wort ergreifst: konzentriere dich, atme durch und mach dir bewusst, worum es dir gerade geht.

Ja, das dauert vielleicht ein paar Momente. Dann ist das so. Allemal besser, als wenn du überstürzt zu sprechen beginnst und erst beim 3. Satz in der neuen Situation ankommst. Denn erst, wenn du innerlich und äußerlich bereit bist, entfalten deine Worte ihre volle Wirkung.
 

2. Innere und äußere Haltung hängen zusammen. 

Beim Proben eines Textes wird jede einzelne Zeile durch die Darsteller*innen in einen lebendigen Sprech- und Körperausdruck übersetzt. Dabei gibt es für jeden Satz eine Vielzahl von Möglichkeiten, ihn zu sprechen. Mit jeder Veränderung des äußeren Ausdrucks ändert sich der innere – und umgekehrt.

Auch in der Rhetorik sind innerer und äußerer Ausdruck aufs Engste verbunden. So eng, dass ich gern sage: du kannst von innen nach außen arbeiten – oder von außen nach innen.

Konkret bedeutet das, dass sich durch eine kleine äußere Veränderung schnell etwas in der inneren Empfindung wandelt: deswegen macht es einen Unterschied, ob du sicher und gut verwurzelt stehst oder wie aufgerichtet dein Oberkörper ist. Ebenso funktioniert es andersrum: wenn du innerlich klar und fokussiert bist, spiegelt sich das in deinem körperlichen und sprecherischen Ausdruck.


3. Jedes Sprechen braucht eine Richtung.

Damit Aussagen ankommen, müssen sie gerichtet sein. Wenn du dein Sprechen an niemanden adressierst, fällt dein Satz zwischen dir und deinen Zuhörer*innen buchstäblich auf den Boden.

Deswegen ist Blickkontakt beim Sprechen vor Publikum so wichtig: damit wird es leichter, eine Aussage direkt zu ‚senden‘. Es ist ein bisschen wie Ballspielen: wenn du weißt, wo dein Ball ankommen soll, kannst du Intensität deines Wurfes und die Zielrichtung viel genauer bestimmen.

Schnelle Dialogwechsel auf der Bühne haben oft etwas von einem Ball-Match. Auch beim Vortragen spielst du deine Inhalte deinem Publikum zu. Je gerichteter du das tust, desto besser kommen sie an.

Ich wünsche dir eine weitere produktive Woche,
viel Freude beim Sprechen und Senden,

herzliche Grüße,

Beatrix