LIEBER FLACH - WARUM DU BEIM PRÄSENTIEREN AUF HOHE SCHUHE VERZICHTEN SOLLTEST

 
 
 
 
 

Vorweg: schöne Schuhe sind etwas Wunderbares. Ich selbst habe eine große Schwäche dafür. Deswegen geht es hier natürlich nicht darum, gegen diese treuen Begleiter an den Füßen zu polemisieren, nein!

Mir geht es darum, was bestimmte Schuhe mit deinem körperlichen Ausdruck machen. Und unter welchen Umständen du dir beim Sprechen vor Publikum mit hohen Schuhen selbst ein Bein stellst, um im Bild zu bleiben.

Wenn du bei einer Rede oder Präsentation vor dein Publikum trittst, willst du bestimmt Sicherheit und Kompetenz ausstrahlen. Das ist wichtig, damit du deine Zuhörer von deinen Anliegen überzeugst.

Eine Sprech-Situation vor Publikum ist schon an sich stressauslösend genug: da hilft es, wenn bestimmte Dinge einfach sind und leicht gehen.
 

Ein sicherer Stand vor Publikum ist essentiell

Deswegen ist ein sicherer Stand vor Publikum so wichtig. Das meine ich im übertragenen, wie auch im ganz wortwörtlichen Sinne. Sicher bist du, wenn du genau weißt, warum und worüber du redest. Und wenn dein Körper diese Sicherheit auch ausstrahlt.
 

Was hohe Schuhe beim Reden mit dir machen 

Alles, was dich aus der Balance bringt und aus deiner Mitte verschiebt, kann abträglich für deine Wirkung sein. Und genau an diesem Punkt kommt das Schuh-Werk ins Spiel.

Stöckeln auf hohen Absätzen kann Unsicherheit signalisieren. Zudem ist es schwierig, in höheren Schuhen für längere Zeit sicher und bequem zu stehen. Im wahrsten Sinne: mit beiden Beinen fest auf dem Boden.

Hohes Schuhwerk verführt dazu, eine Standbein-Spielbein-Haltung einzunehmen: das heißt, dass das Gewicht mehrheitlich auf einer Seite ruht. Die andere Seite wird entlastet. Das führt jedoch zu einer schiefen Haltung und lässt dich schnell wie ein Fragezeichen aussehen. Und wer will so wirken, wenn Sicherheit eigentlich das Ziel ist?
 

Wie die Beine beim Reden aus der Aufmerksamkeit rutschen

Bei ungewohnten Sprechsituationen vor Publikum rutschen zudem gerade die Körperteile, die am weitesten vom Kopf und oberem Brustraum entfernt sind, aus der Aufmerksamkeit raus. Weil es ja schon genug Dinge gibt, um die frau sich während der Präsentation kümmern muss.

Das führt aber dazu, dass gerade der Fuß- und Beinbereich freidreht: der weniger belastete Fuß wippt. Oder wird um den Absatz gedreht. Oder du wechselst ständig das Standbein.

Höhere Schuhe verführen nämlich dazu, dass das Gewicht öfter von einem Bein auf das andere verlagert wird. Dieser permanente Wechsel von Standbein und Spielbein kann jedoch ablenkend wirken und Unsicherheit signalisieren.

Einen sicheren Stand einzunehmen bedeutet nicht, dass du dich gar nicht mehr bewegst. Natürlich sind Bewegungen auch während einer Präsentation erlaubt. Machmal sind sie sogar essentiell wichtig: sie können auflockern und gleichzeitig dazu dienen, neu zu fokussieren.
 

Zurückfinden in eine gute Standposition

Aber auch hier ist der bewusste Einsatz von besonderer Bedeutung. Denn wenn du die ganze Zeit auf und ab gehst, bringt das schnell Unruhe in die Präsentations-Situation. Wenn dann auch noch die Absätze ‚mitsprechen’, weil sie klappern, werden deine Inhalte unverständlich und die Zuhörerschaft driftet gedanklich weg.

Also achte besonders darauf, nach einigen Schritten immer wieder in eine gute Standposition zurückzufinden.
 

Flache Schuhe bei Reden sorgen für äußere Sicherheit und innere Klarheit

Ein ruhiger, sicherer und fester Stand bringt sofort Ruhe in den Körper. Das wirkt sich auch auf die gedankliche Klarheit aus, da Körper und Geist so eng miteinander verbunden sind.

Zieh also bei deiner nächsten Rede oder Präsentation lieber flache Schuhe an, mit denen du dich gut bewegen kannst und in denen du einen optimalen Kontakt zum Boden hast. Außerdem sollte die Besohlung keine Eigen-Geräusche machen. Und mittlerweile gibt es ja auch schicke flache Schuhe wie Sand am Meer!
 

Wie du einen sicheren Stand vor der Rede übst

Probier deinen sicheren Stand vor der Präsentation aus. Du kennst eine ähnliche Anfangsposition vielleicht aus dem Yoga:  Beine etwa hüftbreit auseinander, weich in den Knien, mit gutem Kontakt zum Boden. Dazu gerade Schultern und ein erhobener Kopf.

So signalisiert dein ganzer Körper Präsenz, Wachheit und Offenheit. Und das wirkt sich sofort auf deinen Kontakt zum Publikum aus.

Nun kannst du ideal reden, überzeugen und agieren – und dein Publikum ist mit dem Wesentlichen beschäftigt: deinen Inhalten.