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Wenn du dich für meinen Newsletter anmeldest, landet etwa 1x monatlich ein elektronischer Brief in deiner Inbox. Darin erzähle ich dir besondere Geschichten, die mir rund um meine Arbeit begegnen oder was mich gerade bewegt. 

Dazu gibt es Tipps, wie du überzeugend vor Publikum sprichst, sowie das Beste aus deiner Stimme und deinem Körperausdruck machst. Es geht immer: um die verschiedenen Facetten von Kommunikation & Rhetorik

Oft sind Links dabei, ein Hinweis auf einen Blog-Artikel, Ausschnitte aus bewegenden Reden oder persönliche Gedanken über Feminismus, Achtsamkeit und wirkliche Beziehungen. Ab und zu kündige ich ein offenes Seminar an oder schicke dir ein besonderes Angebot.

Ich freue mich, wenn du dich direkt einträgst! 

 
 
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Und hier: ein Beispiel für einen meiner Newsletter.

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3 Tipps, wie du durch deine Ausstrahlung überzeugst

So verbindest du präsent Inneres & Äußeres beim Sprechen

Du überzeugst mit deinen Inhalten und du überzeugst durch deine Ausstrahlung.
Klar soweit, oder?

Was so einfach klingt, stellt uns alle beim Reden vor Publikum oder in schwierigen Gesprächs-Situationen oft vor große Herausforderungen. Denn gerade dann, wenn wir am meisten ‚ausstrahlen‘ und präsent sein wollen, haben wir auf diese rätselhafte Kraft Ausstrahlung oft keinen Zugriff. Ausgerechnet dann, wenn wir andere am dringendsten überzeugen wollen, fühlen wir uns vielfach ganz-klein-mit-Hut.  

Du merkst es sicher auch, wenn eine andere Person auf den Punkt DA ist, oder? Die positive Ausstrahlung und vibrierende Energie werden dann erlebbar durch Stimm-Klang, Mimik und Gestik. Und sicher kannst du dich auch an Momente erinnern, in denen du selbst dich mit deinem Tun komplett verbunden und präsent gefühlt hast.

Da hast du dich in der momentanen Situation wohlgefühlt, warst voll Selbstvertrauen und Begeisterung. Deine Augen haben geleuchtet, du warst eins mit deinem Thema und hast ausdrucksvoll und abwechslungsreich gesprochen. Das können ganz kleine Situationen gewesen sein: zB als du deiner besten Freundin erzählt hast, wie toll es an deinem letzten Urlaubsort war.

Du bist präsent, wenn du mit dir selbst im Einklang bist: das heißt, mit deinen Gedanken, Gefühlen und Werten. Und wenn du all diesen Aspekten durch deinen Körper und deine Stimme Ausdruck verleihst: Inneres und Äußeres verbinden sich und schwingen optimal miteinander.

Ausstrahlung und Präsenz wirken nach innen und nach außen. Du brauchst diese Kraft, um deine Zuhörer*innen bei deinem Vortrag oder am Meeting-Tisch zu überzeugen. Und du benötigst deine Ausstrahlung auch, damit du dir selbst innerlich sagen und glauben kannst: ‚Es ist ok, dass ich vor anderen spreche.

Umgekehrt verschwindet Präsenz, wenn du nur noch ‚im Kopf bist‘ und das Gedankenkarussell sich immer schneller dreht. Du bist dann nicht mehr mit deinem Körper im Jetzt verbunden, sondern grübelst über das, was die anderen von dir denken. Ob du gut genug bist. Ob es wirklich reicht, was du machst. Was passieren wird, wenn du total versagst…

Die Wissenschaftlerin Amy Cuddy sagt dazu:

‚Ausstrahlung bedeutet nicht, Kompetenz vorzutäuschen. Sondern an die Fähigkeit zu glauben, die man wirklich besitzt – und diese zu zeigen.‘

Wenn du wirklich an den Wert deiner Idee glaubst, wirst du überzeugen. Wenn du an deine Fähigkeiten glaubst, sie erfolgreich umzusetzen, wirst du diese innere Kraft nach außen tragen.

Was aber, wenn genau rund um eine wichtige Sprech-Situation der innere Gedanken-Dämon übernimmt und in dir gefühlt alles an Selbstvertrauen kurz und klein haut?

Dazu gebe ich dir 3 Tipps, wie du Ausstrahlung heraufbeschwören kannst, wenn sie dir abhanden kommt. Denn wir alle können lernen, das Innere und das Äußere miteinander zu verbinden und den einen Teil vom anderen beeinflussen zu lassen. Los geht’s:

3 Tipps, wie du deiner Ausstrahlung auf die Sprünge hilfst

1. Konzentriere dich auf den Eindruck, den du auf dich selbst machst: du hast alles, was du brauchst.

Versuche nicht, die anderen zu beeindrucken. Sprich und handle so, dass du dich mit dir selbst und deinen Werten verbunden fühlst: dass du dich selbst beeindruckst. Um andere ‚mitzunehmen‘, darfst du von deinen Ideen, deinen Anliegen überzeugt sein. Konzentriere dich auf dein Warum – und gib dir innerlich die Erlaubnis, danach zu handeln und es wirklich zu vertreten.
 
Dabei wirst du selbstbewusst und klar sein. Vielleicht macht es dich auch ein bisschen unsicher: das ist ok. Schließlich geht es für dich um etwas. Wenn du jedoch merkst, dass der Gedanken-Dämon dich runterziehen will, atme durch und lass ihn vorbeiteufeln. Konzentriere dich wieder auf dich. Ausstrahlung fängt nicht bei den anderen an, sondern immer bei und in dir. Du darfst dich zeigen: dir selbst. Und anderen.

2. Stark, offen, aufrecht: bring dich in eine Körper-Haltung, die dich unterstützt.

Ich kann es nicht oft genug sagen: das Innere und das Äußere sind verbunden, sie kommunizieren gleichsam miteinander. Dein Inneres (das sich rund um eine schwierige Kommunikations-Situation vielleicht unsicher und klein fühlt) spricht auf die Signale von außen mit an: deswegen mach dich groß. Entfalte dich. Das meine ich buchstäblich: stell dich sicher hin, Schultern zurück, Brust raus, Kinn hoch, tief und langsam ein- und ausatmen. Nimm Raum ein. Entspanne deine Muskeln im Halsbereich und sprich im ‚Brustton der Überzeugung‘. Auch im Sitzen mach dich groß: Beine im 90 Grad-Winkel auf den Boden, gerader Rücken.

Achte auf die Momente, in denen du dich wieder körperlich ‚zusammenfaltest‘ und schrumpfst: nimm sie wahr und richte dich wieder auf. Werde dir deiner Körper-Haltung im Laufe des Tages immer wieder bewusst und merke, wie innere und äußere Haltung jeweils korrespondieren.

Ganz vereinfacht gesagt: Machst du dich groß, fühlst du dich groß. Dein Inneres folgt äußeren Impulsen, genauso wie umgekehrt.

3. Finde genau das richtige Maß an Vorbereitung für dich. Inhaltlich. Und mit Körper, im Raum.

In einer Rede-Situation willst du optimalen Kontakt zu den Leuten herstellen, mit denen du sprichst. Sie sollen verstehen, was du meinst und dir überzeugt folgen. Du wirst dich inhaltlich sehr genau vorbereiten. Das ist gut und wichtig.

Ich erlebe vielfach, dass jedoch der Haupthaupthaupt-Aspekt auf diese inhaltliche Vorbereitung gesetzt wird. Alles aufgeschrieben, Stichwortkarten fertig, PowerPoint perfekt, nochmal alles nachpoliert, noch mehr Wissen angelesen. Und dann fangen trotzdem die Gedanken-Schleifen an, die Nervosität steigt… Ich sage dazu: Du bist nur im Kopf. 

Natürlich ist wichtig, was du sagst. Aber allein mit deinem Wissen überzeugst du niemanden. Es kommt auch darauf an, wie du es rüberbringst. Dein Körper, deine Stimme erzählen mit – und manchmal vermitteln sie die entscheidenden Informationen. Deswegen nimm dir Zeit, deinen Vortrag, deine Argumente, deine Wortmeldung auch laut zu üben. Stehend, sitzend: körperlich beteiligt.

Mach Pausen, sende deine Sätze an verschiedene Punkte im Raum und sprich die Passagen mit Nachdruck, die dir am wichtigsten sind.
 
Finde das richtige Maß an Vorbereitung auf beiden Ebenen für dich: inhaltlich und körperlich-stimmlich. Auch hier, wieder: Inneres und Äußeres. Wenn du diese beiden Aspekte beim Sprechen für dich verbindest, hast du deine optimale Ausstrahlung. 


Mehr über Präsenz und wie sie sich zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verortet, habe ich in diesem Blogartikel geschrieben: ‘Präsent sein und sichtbar werden, oder: Was ist Präsenz?

Übrigens: Meine Website ist noch ein wenig gelber geworden: meine tolle Büro-Kollegin Lena Hanzel hat ein kleines Design-Coaching mit mir gemacht und ich mag die neuen gelben Elemente sehr. Dazu ist mir auch dieses sehr passende Zitat über den Weg gelaufen: 

And you live life with your arms reached out,
Eye to eye when speaking.
Enter rooms with great joy shouts,
Happy to be meeting…
Bright as yellow,
Warm as yellow.

(Karen Peris)
 

In diesem Sinne wünsche ich dir warme und helle letzte Sommer-Tage und ein schönes Wochenende. Streck deine Arme der Sonne entgegen und mach dich groß,

herzlich und auf bald,

Beatrix