Bestens vorbereitet: 5 Tipps für klar strukturierte Reden und Präsentationen

 
 
Photo by Green Chameleon on Unsplash

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Klarheit und Struktur sind wichtig für jedwede Art von Reden, Vorträgen und Präsentationen. Frei nach dem Motto: ‚Innere Klarheit bringt äußere Klarheit‘.

Das funktioniert natürlich auch umgekehrt. Schließlich ist alles miteinander verbunden, oder? Bei einer Rede und bei einer Präsentation wirken sich Klarheit und Struktur nach innen wie nach außen aus: auf den Redner selbst – und auf das Publikum. Durch eine klare Reden-Struktur können deine Zuhörer besser verstehen, worum es dir geht.

Wenn sich dein Publikum verständlich informiert fühlt, ist es aufmerksamer und fokussierter bei der Sache. Das wirkt sich wiederum positiv auf dich als Rednerin aus. Es handelt sich um eine lebendige Wechselbeziehung.

Hier habe ich dir 5 Tipps für klare und strukturierte Reden in der Phase der Vorbereitung zusammengestellt:
 

1.    Nimm dir Zeit für die Rede-Planung

Jede erfolgreiche Präsentation beginnt mit genauer Planung. Zuerst wählst du aus deinen vorhandenen Inhalten und Informationen die Wichtigsten aus.

Hier findest du Tipps, wie du eine informative Rede aufbaust. Zu dieser Gattung gehören Präsentationen, Referate, Sachvorträge und Reports. 

Wenn es dir mehr darum geht, dein Publikum von neuen Ideen oder Handlungsweisen zu überzeugen, zeige ich dir hier, wie du eine Überzeugungsrede aufbaust. Dazu zählen Sales-Präsentationen, politische Reden oder der klassische Business-Pitch. 

Weitere hilfreiche Fragen bei der Vorbereitung jeder Rede und Präsentation sind:

  • Welchen Wissensstand hat mein Publikum bis jetzt?
  • Welche Gefühle und Gedanken hat mein Publikum vermutlich meinen Inhalten und Argumenten gegenüber?
  • Was muss dieses Publikum bei dieser Rede unbedingt erfahren?

Versuch bei der Planung ein Stück weit in den Kopf deiner Zuhörer ‚hineinzukriechen‘. In diesem Artikel findest du weitere effektive Fragen, um bei der Rede-Vorbereitung die Perspektive deines Publikums einzunehmen
 

2.    Bring deine Rede-Inhalte in eine Reihenfolge und gliedere sie

Wenn du nun weißt, was du deinem Publikum genau mitteilen willst, bringst du deine Informationen in eine Reihenfolge.

Ordne deine Inhalte so klar und übersichtlich an, dass dir deine Zuhörer an jeder Stelle mühelos folgen können. Gliederungen haben eine große Bedeutung für die Verständlichkeit. Stell immer das Grundsätzliche zuerst dar und widme dich dann den untergeordneten Punkten.

Achte darauf, dass deine Gliederung erkennbar ist und deine Hörer sie leicht nachvollziehen können. Der rote Faden sollte zu jeder Zeit sichtbar sein.
 

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3.    Fokussiere dich während der Rede-Planung immer wieder neu auf dein Publikum

Kehre in jedem einzelnen Schritt der Vorbereitungen immer wieder gedanklich zu deinem späteren Publikum zurück. Oft verliert man sich beim Formulieren und Ausarbeiten eines Vortrags in Details oder im Experten-Denken.

Wenn du merkst, dass dir das passiert, fokussiere dich neu. Das klappt besonders gut mit diesen Fragen:

  • Was erwartet mein Publikum von meinem Vortrag?
  • Von welchem Punkt aus hole ich die Leute ab?
  • Welches Rede-Ziel verfolge ich?

Was sind die allerwichtigsten Punkte, die mein Publikum unbedingt aus meinem Vortrag mitnehmen soll?
 

4.    Arbeite strukturierende Einschüben in deine Rede ein

Strukturierende Einschübe machen es dem Publikum leicht, dir zu folgen. Sie haben keine eigene inhaltliche Funktion, erleichtern aber die Orientierung.

Bei den strukturierenden Einschüben handelt es sich um Sätze wie:

  • „Das beantwortet 3 Fragen…“
  • „Ich fasse das jetzt noch mal zusammen…“
  • „Was diese Voraussetzungen für uns bedeuten…“

Diese kurzen Zusammenfassungen sind am Ende jedes Rede-Abschnitts sinnvoll. Natürlich auch ganz am Schluss. Mit ihnen kannst du das Wesentliche noch einmal hervorheben.

Durch diese Nachstrukturierung deiner Rede-Inhalte holst du außerdem die Zuhörer, die unterwegs ‚ausgestiegen‘ sind, wieder zurück. Gleichzeitig machst du durch die strukturierenden Einschübe in deiner Rede deutlich, wo ein Abschnitt endet und ein neuer beginnt.
 

5.    Erstelle am Schluss der Vorbereitung einen Überblick für den Rede-Beginn

Wenn das Gerüst deiner Rede steht, dann erarbeite einen Überblick für den Rede-Beginn. Das geht am besten am Schluss der Vorbereitung: wenn dir selbst der rote Faden deiner Rede ganz klar ist.

Dabei sollte es sich um eine kurze und prägnante Grobgliederung direkt zu Beginn deiner Rede handeln. Gleich nach den Anfangssätzen. Aber Achtung! Es gibt Sätze, die du am Beginn deiner Präsentation auf keinen Fall sagen solltest

Deine Zuhörer wissen dann schon beim Start des Vortrags, was sie erwartet. Komplexe Inhalte können so leichter eingeordnet werden. Und das Publikum weiß an jedem Punkt deiner Ausführungen, wo du dich gerade befindest.

Dadurch können deine Zuhörer einschätzen, was sie noch erwartet (wie lange du noch reden wirst) – und folgen deinem Sprechen interessiert bis zum Schluss.