SONNY BOYS

 
 

SONNY BOYS von Neil Simon
 

Stück

Plastische Figuren, schnelle Dialoge, präzise zu setzende Pointen, ein Feuerwerk an Komik – und das alles vor einem ernsthaften Hintergrund: dieses Stück zu machen, war ein Geschenk. Ich liebe die handwerklichen Herausforderungen, vor die einen ganz besonders Komödien stellen.

Mit 'Sonny Boys' wollten wir die tiefe Tragödie ausloten, die das Bewusstsein mit sich bringt, nicht mehr viel an Leben vor sich zu haben. Wie wunderbar, wenn sich das Wissen um die eigene Endlichkeit im Lachen des Publikums auflöst und alle für einen Moment mit dem Jetzt verbindet.

Darüber hinaus fanden wir diese Fragen spannend: Was bleibt von einem erfolgreich im Rampenlicht verbrachten Leben?  Welche Art von Erfolg macht ein Leben zu einem guten? Was zählt am Ende wirklich?

Insofern ist es ein großartiges Stück gerade für Theatermenschen, um einen liebevoll-kritischen Blick auf die eigene Branche und den immanenten Erfolgsdruck zu werfen.
 

WILLIE     Man weiß nie, wann man ein Filmangebot kriegt, ein Musical, einen Werbespot...
AL              Wann hast du zuletzt gefilmt?


Presse

„Die Regisseurin Beatrix Schwarzbach vertraut in ihrer leicht gekürzten Bühnenfassung den Pointen des Stückes und ihren Hauptdarstellern. Diese nehmen das Geschenk der komödiantischen Glanzrollen dankend an. Sie beharken sich mit jener Kennerschaft für die Schwachstellen des anderen, über die ansonsten nur alte Ehepartner verfügen.“
Richard Mayr, Augsburger Allgemeine, 19.10.2010

„Tempo und Timing waren zu erleben in der „Sonny Boys“-Inszenierung von Beatrix Schwarzbach. Mit wenigen Mitteln deutete Christian Weißenberger im „Dierig“ ein heruntergewohntes New Yorker Apartment an. Dort ließ sie ihre zwei fabelhaften Hauptdarsteller mit den Tücken der Objekte kämpfen und sich prächtiges Verbal-Ping-Pong liefern.“
Florian Welle, Süddeutsche Zeitung, 20.10.2010


 

Bühne & Kostüme   Christian Weißenberger     IIIII     Dramaturgie   Roland Marzinowski     IIIII     Fotos   Nik Schölzel
Mit   Eberhard Peiker, Philipp von Mirbach, Olga Nasfeter, Werner Galas
Theater Augsburg     IIIII     Oktober 2010