Der Kaktus

 
 

Der Kaktus von Juli Zeh

Stück

In Zeiten beständiger Warnungen vor Terrorismus und einem gleichzeitigen Hochfahren der Sicherheitssysteme, verbunden mit immer mehr Überwachung präsentiert sich 'Der Kaktus' als ebenso hoch aktuelle wie bitterböse Satire.

Uns war es wichtig, die Figuren mit ihren Ängsten, Überzeugungen und auch mit ihrer Paranoia so plastisch wie möglich zu gestalten und situativ besonders dicht zu arbeiten. Das Akzeptieren des Kaktus als ernstzunehmenden Spielpartner in jeder Situation war besonders reizvoll. Wir sind  intensiv der Frage nachgegangen, inwieweit uns die allgegenwärtige Überwachung bewusst ist – oder ob wir sie schon so weit akzeptiert haben, dass sie langsam alle Mitmenschlichkeit zerfrisst.

 

CEM            Baut der Bomben?
JOCHEN     Das gilt es herauszufinden. Und zwar schnell.

 

Presse

„Die Schauspieler bewältigen den Irrsinn in atemberaubender Geschwindigkeit, mit haarsträubenden Dialogen und aberwitziger Situationskomik. (...) Ein treffliches Stück provokanter Aufklärung. Man kann nur hoffen, dass die Absolventen der Meininger Polizeischule nicht das Weihnachtsmärchen besuchen, sondern den ‚Kaktus‘.“
Siggi Seuss, Mainpost, 11.12.2012

„Es ist nicht weniger als eine griechische Tragödie, die die Regisseurin Beatrix Schwarzbach am Nikolaustag zur Premiere gebracht hat. Schuldlos in Schuld geraten alle Figuren, egal wie sie sich im Angesicht des schweigenden Terroristen-Kaktus auch entscheiden werden. (...) Die Botschaft ist angekommen, das Lachen ist im Halse stecken geblieben.“
MT-FW, 8.12.2012


 

Bühne & Kostüme   Juliette Collas     IIIII     Dramaturgie   Dirk-Olaf Hanke     IIIII     Fotos   foto-ed Meiningen
Mit   Florian Beyer, Vivian Frey, Matthias Hörnke, Anne Rieckhof, Ulrich Kunze
Südthüringisches Staatstheater Meiningen     IIIII     Dezember 2012